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The Phantom (1943) von B. Reeves Eason

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„The Phantom“ ist eine Filmserie aus dem Jahr 1943, die auf Lee Falks gleichnamigen Comic beruht. B. Reeves Eason, damals als Science-Fiction- und Westernregisseur bekannt, drehte die Filme im Auftrag der Columbia Studios für ein geringes Budget in den Hügeln von Hollywood. Die Titelrolle übernahm Tom Tyler, der zwei Jahre zuvor als „Captain Marvel“ vor der Kamera stand. Als typischer Vertreter der „serial“-Filme besteht die Serie aus 15 zusammenhängenden Episoden (Gesamtlänge: 299 Minuten), an deren Ende jeweils ein Cliffhanger steht. Zwei Folgen basieren auf einer Comicgeschichte, die restlichen stammen aus der Feder des Autorenteams um Morgan Cox.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Suche nach der verlorenen Tropenstadt Zoloz, deren Position auf sieben Elfenbeinfragmenten überliefert ist. Neben dem gutmütigen Professor Davidson ist auch der böse Doctor Bremmer an der sagenhaften Stadt interessiert: Er will auf ihren Ruinen einen geheimen Luftstützpunkt errichten. Nachdem Bremmer seinen Vater getötet hat, schlüpft Geoffrey Prescott in die Rolle des Phantoms und steht Davidson auf einem wechselhaften Wettlauf gegen Bremmer und dessen Schergen zur Seite.

Wenngleich Lee Falk der ersten Live-Action-Verfilmung seines Comics keine positiven Seiten abgewinnen konnte, war die Serie ein beachtlicher Publikumserfolg und gilt bis heute als sehenswert. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass sie stets relativ dicht an der Vorlage bleibt. Lediglich Details wurden geändert – meist wohl aus technischen oder finanziellen Gründen (So wird aus dem Wolf Devil in der Verfilmung ein deutscher Schäferhund). Dem Regisseur gelingt es, die exotische Atmosphäre des Comics einzufangen und in eine actionreiche Story zu überführen. Trotz einiger altmodisch anmutender Szenen hat „The Phantom“ nichts von seiner Faszination eingebüßt.